Aktion: Marokko scheißt auf das Völkerrecht!

Wir haben folgende Mitteilung erhalten:

Weil der UNO-Sicherheitsrat ab heute 26.04. das Mandat der MINURSO (UNO-Mission für das Referendum in der Westsahara) diskutieren soll um Donnerstag darüber zu entscheiden,
haben wir, die Gruppe „Sahara libre!“, am Freitag 22.April 2016 ein symbolische Aktion vor der Marokkanischen Botschaft in Berlin durchgeführt:
eine Karrikatur von Mohammed VI., König von Marokko, steckt in einem Scheißhaufen mit der Legende „Marokko scheißt auf das Völkerrecht“ und hat zur Hand eine Rolle Klopapier in Blau-Weiß-Rot (siehe Fotos).
Wir wollen damit auf folgende Misstände hinweisen:

Fortsetzung unter: https://linksunten.indymedia.org/de/node/176892 (auch auf Englisch und Französisch)

A+B

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Deutschland ignoriert Völkerrecht (und verkauft Westsahara)

Nach jahrelanger fragwürdiger Neutralität im Westsaharakonflikt stellt sich Deutschland nun eindeutig auf die Seite der Besatzungsmacht Marokko. Wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Rahmen eines Treffens mit seinem marokkanischen Amtskollegen Mohammed Hassad verkündete, wird die Bundesregierung Marokko in einem Berufungsverfahren gegen das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Handelsabkommen zwischen der EU und Marokko unterstützen. Der EUGH hatte das Handelsabkommen in Teilen außer Kraft gesetzt, weil entgegen dem geltenden Völkerrecht auch die besetzte Westsahara Teil des Abkommens war. Die angekündigte Unterstützung der Position Marokkos durch die Bundesregierung verdeutlicht einmal mehr die interessengeleitete Strategie der Bundesregierung in der Außen- und Flüchtlingspolitik, der auch das Völkerrecht zum Opfer fällt. Weder die illegale Besatzung der Westsahara an sich, noch die Menschenrechtsverletzungen unter marokkanischer Herrschaft halten die Bundesregierung anscheinend davon ab, Marokko zu einem sicheren Herkunftsstaat erklären zu wollen. Als Gegenleistung verpflichtet sich Marokko, bei der Identifizierung und somit bei der Abschiebung von Marokkanischen Geflüchteten aus Deutschland zu helfen

Wir verurteilen das Vorgehen der Bundesregierung scharf und fordern sie auf

  • die Zusage zur Unterstützung Marokkos zurückzunehmen
  • sich für die Einhaltung von Menschen- und Völkerrecht einzusetzen und so Fluchtursachen zu bekämpfen
  • auf die Durchführung des seit 25 Jahren ausstehenden Referendums zur Zukunft der Westsahara zu drängen!

Weitere Infos:

http://www.taz.de/!5279257/ [1]

https://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar-marokko-101.html [2]

http://www.taz.de/!5261285/ [3]

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Fruit Logistica: Keine Unterstützung der kolonialen Plünderung der Westsahara!

Vom 3.-5. Februar 2016 wird in Berlin wieder die internationale Messe des Fruchthandels “Fruit Logistica” stattfinden. Bei der Gelegenheit – wie zwei Wochen vorher bei der “Grünen Woche” –  wird jedoch für Produkte geworben, die aus der illegalen Plünderung der Westahara stammen!

Marokkos illegale Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in der letzten Kolonie Afrikas

Seit 40 Jahren besetzt Marokko illegal einen Großteil der Westsahara. Über die einhergehende Repression und Menschenrechtsverletzungen wird immer wieder berichtet, jedoch ihr Monitoring im Rahmen der UN-Mission MINURSO durch das wiederholte Veto Frankreichs im Sicherheitsrat geblockt. Seit 40 Jahren werden deshalb rund 165.000 Menschen gezwungen, im Exil in der algerischen Wüste zu leben. Und seit 25 Jahren verhindert das marokkanische Königshaus das im Friedensabkommen von 1991 vereinbarte Referendum zur Selbstbestimmung. (Mehr Infos z.B. hier)

Einer der Gründe der kolonialen Besatzung sind (natürlich) die wirtschaftlichen Interessen. Denn die natürlichen Ressourcen der Westsahara sind vielfältig: von Phosphat und Erdöl über Fischbestände bis zur Landwirtschaft. Jedoch ist die Ausbeutung dieser Ressourcen illegal im Sinne des Völkerrechts, sofern jene nicht zugunsten der lokalen Bevölkerung erfolgt. Dies hat nun auch der Europäische Gerichtshof anerkannt und das EU-Handelsabkommen mit Marokko als ungültig erklärt (siehe z.B. hier).

“Fruit Logistica” gegen Menschen- und Völkerrechte?

Mindestens drei der ausstellenden Unternehmenn, aus Marokko und Frankreich, handeln mit Produkten aus der Westsahara, welche immer wieder irreführend als “Südmarokko” oder “südliche Provinzen” bezeichnet wird:
Azura
Idyl
Les Domaines, das sogar dem König Mohammed VI. persönlich gehört.

(Mehr Infos im Bericht von ‘Western Sahara Ressource Watch’ und ‘Emmaus Stockholm’ hier)

Deshalb fordern wir:

  • Kein Handel mit Plünderern der Westsahara: keine Stände auf der “Fruit Logistica” für Azura, Idyl und Les Domaines!
  • Kennzeichnungspflicht für Produkte aus der Westsahara! (wie es z.B. jetzt auch Human Rights Watch fordert)
  • Boykott aller Produkte aus der Westsahara, solange das Referendum aussteht!
  • Referendum zur Selbstbestimmung der sahrauischen Bevölkerung JETZT! (siehe internationale Petition)
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Aktion “Grüne Woche: Green Washing Week”

Den Organisatoren der diesjährigen Landwirtschaftsmesse „Internationale Grüne Woche“ image22fiel nichts Besseres ein, als ausgerechnet Marokko zum ersten nichteuropäischen Partnerland zu wählen. Im Zuge dessen beschlossen wir, die Verbraucher über politische und wirtschaftliche Hintergründe zu den ausgestellten Produkten und Unternehmen aufzuklären. Zunächst stellten wir uns mit einem „Green Washing Week“* Schild vor den Haupteingang. Nachdem wir dort auf aggressives Unverständnis und gelangweiltes Desinteresse stießen, beschlossen wir, selbst zu Konsumenten zu werden, und die Marokkohalle zu besuchen.

image12Nach einigem Gerangel mit Security Personal, denen unsere wunderbaren Flyer nicht gefielen, bestaunten wir die mit Tomaten ausgeschmückten Ausstellungsräume. Überall Tomaten. In Körben, in altbackenen Holzwägen, eingeschweißt in Plastiktüten, aufgereiht in verschlossenen Glaskästen wie Goldbarren. Einladend wurden all die frischen Tomaten mit „Please don’t touch“-Schildern dekoriert. Wir ließen uns inspirieren und legten unsere Flyer dazu.

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Beim Versuch, einen „südmarokkanischen“ Stand mit unserem aktivistisch unkenntlich aussehenden Freund mit Flyer zu fotografieren, wurden wir erneut in sinnlose Gespräche verwickelt. Zum Schluss gelang es uns jedoch, alle unsere Flyer an die Besucher zu verteilen. Die Einen hielten uns für Messemitarbeiter*innen und wurden auf diese Weise zum Lesen motiviert, andere kannten sogar den Konflikt aus ihrer Schulzeit (Ja, in Deutschland!) und es entstanden spannende Gespräche. Aus unserer Sicht hat sich die ganze Aktion im Nachhinein gelohnt, auch wenn sie sehr schleppend begann. In der Hoffnung, wenigstens Einige zur Teilnahme an der Petition bewegt oder zumindest das Wort „Westsahara“ ins Bewusstsein gerufen zu haben, verließen wir optimistisch, erschöpft und hungrig die Räume des Berliner ICC Geländes.

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*Was soll denn „Green Washing Week“ bedeuten?
„wörtlich ,grünwaschen’, ,sich ein grünes Mäntelchen umhängen’, ist eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbeswusstes Image zu verleihen, ohne dass es dafür eine hinreichende Grundlage gibt.“ (Wikipedia: „greenwashing“)
Unser Slogan bezieht sich außerdem auf den Grünen Marsch, auf den auch die Website von „Taste of Morocco“ (Die Organisatoren der Marokkohalle bei der Grünen Woche) hingeweist. Beim Grünen Marsch handelt es sich um den Einmarsch Marokkos in die Westsahara vor 40 Jahren.


Traduction en FRANÇAIS: ici

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Grüne Woche 2016: Greenwashing der kolonialen Besatzung und der Plünderung der Westsahara durch Marokko

Die „Internationale Grüne Woche“, vom 15.-24. Januar 2016 in Berlin, hat dieses Jahr das „Königreich Marokko“ als Partnerland gewählt.
Warum musste das „erste afrikanische Partnerland“ der Messe gerade die letzte Kolonialmacht Afrikas sein? Und warum werden Produkte aus der Westahara ausgestellt, die der Europäische Gerichtshof als illegal bezeichnet?

Marokkos illegale Ausbeutung der Bodenschätze in der Westsahara

Seit 40 Jahren besetzt Marokko illegal einen Großteil der Westsahara – welcher immer wieder irreführend als „Südmarokko“ oder „südliche Provinzen“ bezeichnet wird. Über die einhergehende Repression und Menschenrechtsverletzungen wird immer wieder berichtet. Seit 40 Jahren werden deshalb rund 165.000 Menschen gezwungen, im Exil in der algerischen Wüste zu leben. Und seit 25 Jahren verhindert das marokkanische Königshaus das im Friedensabkommen von 1991 vereinbarte Referendum zur Selbstbestimmung. (Mehr Infos z.B. hier)

Einer der Gründe der kolonialen Besatzung sind (natürlich) die wirtschaftlichen Interessen. Denn die Bodenschätze der Westsahara sind vielfältig: von Phosphat und Erdöl über Fischbestände bis zur Landwirtschaft. Jedoch ist Ausbeutung der Bodenschätze illegal im Sinne des Völkerrechts, sofern diese nicht zugunsten der lokalen Bevölkerung erfolgt. Dies hat nun auch der Europäische Gerichtshof anerkannt und das EU-Handelsabkommen mit Marokko als ungültig erklärt (siehe hier).

Grüne Woche = Grüner Marsch?

Auch hier wird der koloniale Hintergrund schnell erkennbar: Ein Besuch der Website des „Marokko und Afrika Servicepartners“ Key-gate und ein Klick auf die Homepage des marokkanischen Handelverbandes „Maroc Taswiq“ genügen. Da feiert ein Banner die „40 Jahre des Grünen Marsches“.
Unter diesem Namen ist im November 1975 die marokkanische Armee, hinter mehreren hunderttausend marokkanische „Zivilisten“, heimlich in die Westsahara einmarschiert.

Und die „Grüne Woche“ unterstützt diese Plünderung! Mindestens zwei der angeblich marokkanischen Aussteller kommen aus der Westsahara:
– die „Kooperative Lamlaga“ und
– das Unternehmen „Les Domaines (agricoles)„, das sogar dem König Mohammed VI. persönlich gehört.
(Mehr Infos im Bericht von ‚Western Sahara Ressource Watch‘ und ‚Emmaus Stockholm‘ hier.)

Deshalb fordern wir:

  • Menschenrechte vor Wirtschaftsinteressen!
  • Kennzeichnung der Produkte aus der Westsahara! (wie es z.B. jetzt auch Human Right Watch fordert)
  • Boykott aller Produkte aus der Westsahara, solange das Referendum aussteht!
  • Referendum zur Selbstbestimmung der sahrauischen Bevölkerung JETZT! (Siehe die internationale Petititon)

Artikel zum Thema vom Humanistischen Pressedienst: http://hpd.de/artikel/12645

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10.11.15: Die letzte Kolonie – das vergessene Volk der Westsahara – Film & Diskussion

Flyer_10.11 Die letzte Kolonie

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Kritische Artikelsammlung zu Marokko und dem Westsaharakonflikt

Der Verein Freiheit für die Westsahara e.V. hat mehrere kritische Hintergrundartikel zu den gesellschaftlichen Zuständen in Marokko und der Westsahara zusammengestellt. Die Beiträge setzen sich mit der marokkanischen Besatzungspolitik auseinander, beleuchten das Machtmonopol Mohamed VI und kritisieren die soziale Situation in Marokko. In zwei weiteren Artikeln könnt ihr nachlesen, wie heuchlerisch sich die deutsch-marokkanische Partnerschaft momentan darstellt.

Anlass für die Zusammenstellung der Artikel ist der noch für 2015 erwartete Besuch des marokkanischen Königs in Deutschland. Da die Bundesregierung plant für diesen Staatsbesuch den Roten Teppich auszurollen, werden wir dafür sorgen, dass dem marokkanischen Tyrannen und Ausbeuter dabei der Marsch geblasen wird.

Also haltet Augen und Ohren offen und seid kreativ bei eurem Protest.

Sahara libre.

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Wüste Sause goes Fusion!

Dieses Jahr wird’s wieder bunt und aktionsreich bei uns – bei der Wüsten Sause auf dem Fusion Festival 2015 im kreativen Infobereich. Kommt vorbei und entdeckt die neusten Hintergründe zum aktuellen Geschehen und unseren Aktionen in unserer gemütlichen Khaima. Bei Fotoausstellung, dem Westsaharacomicfilm und süßem Tee gibt’s hier die interessanteste Tanzpause des Festivals.

Oder werdet gleich selbst aktiv und druckt euch euer persönliches Westsahara-Botschafter-Shirt und könnt ihr euren Körper in Wüstentradition wüst schmücken mit saharauischen Henna-Tatoos.

Abends zeigen wir euch aktuelle Filme zum Westsaharakonflikt und wollen mit euch im Anschluß über wichtige Fragen diskutieren.

Damit es jeden Tag spannend bleibt im Wüstesause-Zelt, entwickeln wir tagesthematische Spiele und Workshops zu brennenden Fragen: Was passiert eigentlich mit den Ressourcen der besetzten Gebieten? Was hat mein Fischfilet mit der Ausbeutung der Westsahara zu tun? Und wieso kann oder will dieser letzte Kolonialkonflikt bis heute nicht gelöst werden?

Wir freuen uns auf euren Input und unsere gemeinsame Westsahara-Fusion im Juni!

Mit wüsten Grüßen, eure Projektgruppe

Fusion Festival

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Planspiel

Wenn Ihr Lust habt ein eintägiges Planspiel zum Westsaharakonflikt in Eurer Schule in Berlin Treptow-Köpenick umzusetzen, dann lest Euch in die Rubrik Planspiel ein und meldet Euch bei uns für eine gemeinsame Terminfindung für das 2.Schulhalbjahr 2015.

Wir freuen uns über alle Anfragen aus den Schulen des Bezirks Berlin Treptow-Köpenick!

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Das Westsahara-Comic ist übersetzt!

westsahara_comicEs ist soweit – das fabelhafte Comic des spanischen Zeichners Mauro Entrialgo haben wir nun ins Deutsche übersetzt und ihr könnt es direkt hier bestellen. In klarer Sprache in Bild und Text stellt das Heft den Westsaharakonflikt von seinen Ursprüngen bis zum heutigen politischen und gesellschaftlichen Geschehen auf eindrucksvoll verständliche Weise da. Der so entstehende Überblick ist ein guter Einstieg ins Thema, aber auch für Informierte spannend nachzuvollziehen.

Hier könnt ihr euch das Westsahara-Comic direkt downloaden oder gegen eine Spende von 1 € /Stück + Porto bei uns bestellen.

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